TANZ_KASSEL und die Deutsch-Israelische Gesellschaft eröffnen das Tanzfestival EMBODIED_DISSENT am Mittwoch, 21. Januar, mit einem Gespräch über Tanz und Körper in Zeiten von Krieg, Konflikt und gesellschaftlichem Wandel. Der Abend widmet sich der Frage, welche Rolle Kunst in Krisenzeiten einnimmt, stellt die Stimmen von Künstler:innen – insbesondere aus Konfliktregionen – in den Mittelpunkt und lädt zu Reflexion, differenziertem Verständnis und gegenseitiger Anerkennung ein.
Zu Gast auf dem Podium sind Niv Marinberg, der Künstlerische Leiter der renommierten Maslool School of Contemporary Dance, Tel Aviv, der Tanzwissenschaftler und Theologe Dr. Alexander Schwan, der an der FU Berlin das DFG-Forschungsprojekt „Theologies of Modern Dance“ leitet, und Dr. Gustavo Fijalkow, künstlerischer Leiter der FORWARD DANCE COMPANY am LOFFT, dem freien Produktionshaus in Leipzig.
Unter der Moderation des bekannten Kulturjournalisten Christian Gampert, der regelmäßig u.a. für den Deutschlandfunk über das Kulturleben in Israel berichtet, geht es an diesem Abend um die Frage, wie künstlerische Ausdrucksformen in krisenhaften Zeiten wirken – und wirken dürfen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Eskalationen im Nahen Osten und den damit verbundenen, teils sehr polarisierten Debatten auch hierzulande, wird deutlich: Die Stimmen von Künstler:innen, insbesondere aus der Region, sind wichtiger denn je. Sie tragen Perspektiven in die Öffentlichkeit, die sich nicht auf nationale Zugehörigkeit oder politische Loyalität reduzieren lassen.
TANZ_Mittwoch: Embodied Dissent – Tanz in Zeiten des Krieges – Körper im Widerstand
Mit Dr. Alexander Schwan (Tanzwissenschaftler und Evangelischer Theologe, Leiter des DFG-Forschungsprojektes „Theologies of Modern Dance“ an der Freien Universität Berlin), Niv Marinberg (Künstlerischer Leiter der Maslool School of Contemporary Dance, Tel Aviv), Dr. Gustavo Fijalkow (Künstlerischer Leiter der FORWARD DANCE COMPANY, der Tanzcompany am LOFFT – DAS THEATER, dem freien Produktionshaus in Leipzig)
Moderation: Christian Gampert (Kulturjournalist u.a. für Deutschlandfunk, DIE ZEIT, Freitag, FAZ mit Schwerpunkt Israel)
in Zusammenarbeit mit der Deutsch Israelischen Gesellschaft, Arbeitskreis Kassel
in Kooperation mit der Stadtbibliothek Kassel im Rahmen des Tanzfestivals EMBODIED_DISSENT
Mittwoch, 21. Januar, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek, Eintritt frei
Das Tanzfestival EMBODIED_DISSENT, das in Kooperation mit dem Suzanne Dellal Centre, Tel Aviv, vom 21. bis zum 25. Januar am Staatstheater Kassel stattfindet, versteht sich als sensiblen Reflexionsraum: für die Frage, wie Kunst inmitten von Gewalt und Unsicherheit bestehen kann – und was es bedeutet, wenn Tanz Ausdruck einer inneren wie äußeren Zerrissenheit wird. Welche Rolle kann Tanz – und Kunst allgemein – in Zeiten des Konflikts spielen? Und wie können wir in einer zunehmend aufgeheizten Diskussionskultur Räume für differenziertes Verstehen und gegenseitige Anerkennung schaffen?
Das weitere Programm des Festivals:
Freitag, 23. Januar, 18 Uhr, Foyer INTERIM: Festivaleröffnung
Freitag, 23. Januar, 19 Uhr, INTERIM: tHE bAD von Hofesh Shechter / Shuv von Eyal Dadon
Samstag, 24. Januar, 18 Uhr, Schauspielhaus: Gastspiel des Suzanne Dellal Centres: 1|2|3 – Plattform für neue Choreograf:innen. Neue Choreografien von Hila Nachshonov, Naya Binghi, Naomi Kats, Rotem Viner Tchaikovsky und Daniel Ben Ami
Samstag, 24. Januar, 20:15 Uhr, TiF – Theater im Fridericianum: EMBODIED_IMAGES. Drei Stücke von Roni Chadash, Klil Ela Rotshtain und Michael Getman
Sonntag, 25. Januar, 11 Uhr, SoZo Visions in Motion: Masterclass zeitgenössischer Tanz mit Hila Nachshonov & Rotem Viner Tchaikovsky
Sonntag, 25. Januar, 20.15 Uhr, TiF – Theater im Fridericianum: Season 3 – Let’s Talk About Sacre: Letzter Frühling | Last Spring | אביב אחרון von Yossi Berg und Oded Graf
*** Werbung aus Liebe zum Tanz & Tanzkultur in Kassel ***
Bildergalerie mit freundlicher Genehmigung des Staatstheaters Kassel (Fotos: © Sylwester Pawliczek & (c) Anne-Sylvie Bonnet ):









